Musik im Advent 2017

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Liebes Team des Advent-Konzertes – auf, hinter und vor der Bühne,


gewöhnlich bin ich kein großer Fan der Adventszeit, bedeutet sie doch für mich in der Regel viele Verpflichtungen, privat und in der Schule, zum Beispiel zahllose Korrekturen dreier Deutschklassen… - aber dann kam da dieser Abend, an dem ich Gänsehaut bekam und genau wusste, dass ich doch noch ein großer Fan der Adventszeit werden kann: Als das Bläserensemble von der Empore aus das kirchliche Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen“ von Michael Praetorius anstimmte! Welch ein gelungener Start in eineinhalb Stunden Musik!

Und darauf folgend die wundervollen „Ohrwürmer“, wie sie Moderator André Hartmann bezeichnete, von Mozart, Bizet und Moussorgsky, vorgetragen vom inzwischen wieder gut ausgestatteten Orchester unter der Leitung von Daniela Göldner. Das Stück „Das klinget so herrlich“ aus der „Zauberflöte“ konnten wir alle mitsummen und auch die „Faradole“, ein provenzalischer Volkstanz, riss die zahlreich gekommenen Mitglieder der Schulfamilie mit. Michael Brehmer hatte es ja in seiner Rede als Stellvertreter für den abwesenden Herrn Schröder gesagt: Wir werden hören und staunen und uns begeistern lassen!

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Ja, das kann ich nur bestätigen, liebe Musikerinnen und Musiker, ich bin begeistert von Eurem Engagement, Eurer Motivation, Eurer Hingabe, Eurer Verve, - und dass das nicht immer ganz einfach ist, bei dem harten Konkurrenzkampf, den das Fach Musik gegen die vielen Angebote aus dem Sportbereich führen muss, das weiß ich auch. Umso mehr hat es mich gefreut, dass die Klasse 5b, die keine Chorklasse mehr ist, mit dem Instrumentalensemble zusammen, das Hirtenlied „Als ich bei meinen Schafen wacht“ anstimmte, - die Begeisterung der Kinder beim Singen konnte ich wohl am besten sehen, das ist der Vorteil eines Teleobjektivs!


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Und dann hattet Ihr auch noch eine Überraschung parat: einen Lehrerchor! Ich wusste gar nicht, dass wir so viele gute Sängerinnen und Sänger in unserem Kollegium haben. Selten habe ich einen so stimmungsvoll vorgetragenen Advent-Jodler gehört. Toll!

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Auch wenn der Unterstufenchor zahlenmäßig klein ist, so konnte das Publikum doch einige gute Stimmen beim „Wüstenwind-Tango“ des „anspruchsvollen Musik-Pädagogen“ Lorenz Maierhofer – wie André Hartmann den Komponisten des Stückes ankündigte – heraushören. Benedikt Ruf, der Chorleiter, dürfte an diesen stimmlichen Entdeckungen nicht ganz unschuldig sein.

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Einer der großen Stars des Abends kam jedoch anschließend auf die Bühne, Luis King, unser Q12-Schüler, der das Saxophon unglaublich beherrscht. Ich wusste gar nicht, dass das Musizieren auf diesem Instrument so anstrengend ist, - aus der Nähe betrachtet, natürlich durch das Tele, sah sein musikalischer Leckerbissen, die „Prélude et Saltarelle“ des zeitgenössischen französischen Komponisten Robert Planel, nach Schwerstarbeit aus. Das Publikum tobte zurecht nach dieser gelungenen Darbietung!

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Irene Schwinghammer, der Chorklassen „beraubt“, zauberte mit ihren Klassen 6a und 7c Glanz auf die Gesichter der anwesenden Muttis, Vatis, Opas und Omas, - vor allem als „die wilden Winde“ strömten, ein Lied, dessen Text die Kinderbuchautorin Christa Zeuch schrieb. Unter der Dekoration, die Franziska Töllner liebevoll mit ihren Schützlingen der Unterstufe gebastelt hatte, wirkte die Kinderschar glücklich, aufgeregt und stolz. Ich konnte kaum noch den Finger vom Auslöser lassen!

Und dann kam der zweite Star des Abends: Maxim Bourtsev aus der 10.Klasse. Ein „alter Bekannter“ der Konzertbesucher, ein wunderbarer Pianist, ein Ausnahmetalent, ein großartiger Jazzer, - was kann dieser junge Mann aus diesem alten, nicht mehr ganz ansehnlichen Klavier herausholen?! Das Publikum klatschte frenetisch nach „There Will Never Be Another You“, einem Song von Mack Gordon und Harry Warren aus dem Jahr 1942.

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Wieder einmal haben mich danach die Mitglieder des Oberstufenchors positiv überrascht. Zahlreiche Sängerinnen und Sänger sind bei mir in der Q11 und Q12 und finden neben den unzähligen Klausuren, Tests und Kurzarbeiten, - einmal ganz zu schweigen von den Fahrstunden und den diversen Dates, die sie unbedingt wahrnehmen müssen, - noch die Zeit, Stücke von Stefan Kalmer und dem englischen Komponisten des 18. Jahrhunderts Philip Hayes einzuüben. Chapeau, Leute, das hat mir gefallen! Auch die Kombination des Oberstufenchors mit dem Unterstufenchor hat Benedikt Ruf perfekt hinbekommen, „This Little Light of Mine“ nach einem Arrangement von Mayerhofer klang doch richtig schön!

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Zum Abschluss kamen dann meine ganz persönlichen Favoriten, - nicht böse sein, all Ihr anderen tollen Musiker, - auf die Bühne: Die Schulband unter der Leitung von Franz Jetzinger. Ihr „Joy Of The World, aber auch „Up On The Housetop“ rissen nicht nur mich als Photographin mit, sondern auch die ganze Zuhörerschaft in der Turnhalle, die dieses Mal sogar mit einem sehr hübschen Weihnachtsbaum geschmückt war. Die Saxophone, die Gitarren, das Schlagzeug und das Klavier, - ein Sound, den man am liebsten mitnehmen will! Und ich habe diese letzten Klänge des Adventkonzerts tatsächlich mit nach Hause genommen, gerade fühle ich den Advent, - da können sich die Korrekturen noch so auf meinem Schreibtisch stapeln.

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Danke, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Schülerinnen und Schüler, - es war ein gelungener Abend und ein wunderschöner Beginn der Adventszeit!



Suse Fritzenschaft